Die ersten 100 Jahre unseres Chores

In Weidenhausen, heute wie damals ein kleines Dörfchen, dessen Bewohner am Ende des 19. Jahrhunderts überwiegend als Ackersleute von der Landwirtschaft, als Industriearbeiter oder als Holzfäller ihren kargen Lebensunterhalt verdienen mussten, fanden sich im Jahre 1881 sangesfrohe Männer zusammen, um einen Gesangverein zu gründen.
Man wollte auch in Weidenhausen nicht zurückstehen, als etwa ab der zweiten Hälfte des damaligen Jahrhunderts allenthalben in Deutschland Gesangvereine entstanden.
Sicherlich war es für viele der damaligen Sänger nicht allein die Freude am Chorgesang, die sie bewogen, zu den wöchentlichen Übungsabenden zu gehen. Vielmehr war neben dem Singen auch die Möglichkeit gegeben, sich von den auswärts, meistens im Siegerland, arbeitenden Vereinsmitgliedern nach der Chorstunde über das neueste Geschehen draußen im Lande zu informieren. Es gab ja damals noch kein Radio! Und eine Zeitung? Wer konnte sich die schon kaufen?

 

Ja, nun war also der Gesangverein Weidenhausen 1881 gegründet, und man gab ihm den Namen "Sanctus".
Über die ersten Jahre der Vereinsarbeit liegen nur recht spärliche Überlieferungen vor. Der jeweilige Dirigent war in den ersten Jahren gleichzeitig Vorsitzender des Vereins.
Der Chor zählte im Jahr seiner Gründung etwa 17 Sänger. Als Gründungsmitglieder sind uns die Namen der folgenden Sänger überliefert:

  • 1. Friedrich Imhof (Belker)
  • 2. Heinrich Schlapbach (Knebels)
  • 3. Heinrich Böhl (Schneirer-Wellems)
  • 4. Georg Müsse (Wellems)
  • 5. Heinrich Spies (Schäfers)
  • 6. Wilhelm Hoffmann (Schusters)
  • 7. Friedrich Hoffmann (Schusters)
  • 8. --?-- Imhof (Wächters)
  • 9. Georg Dickel (Justs)

Später traten dem Verein noch bei:

  • 10. Christian Höse (Vom Stünzeler Weg)
  • 11. Wilhelm Höse (Hanfriederichs)
  • 12. Wilhelm Reppel (Gleiwes)
  • 13. Christian Schlapbach (Knebels)
  • 14. Wilhelm Böhl (Schneirer-Wellems)
  • 15. --?-- Afflerbach (Aale Schneirersch)
  • 16. Christian Afflerbach (Steffes)
  • 17. Heinrich Bald (Schneirersch)

 

Im Jahre 1886 besuchten die Weidenhäuser Sänger erstmalig ein Sängerfest im benachbarten Raumland. Die meisten der anwesenden Vereine waren schon mit einer Fahne erschienen. Wie der Chronist berichtet, kamen sich die Weidenhäuser Sänger ohne Fahne nicht ganz vollwertig vor. Ja, man schämte sich sogar, weil man keine eigene Fahne hatte.

 

1887 wurde der damalige Ober-Edertaler Sängerbund gegründet. Die Gründung sollte mit einem Sängerfest im gleichen Jahr in Arfeld gefeiert werden. Bei diesem zweiten Sängerfest, für das die Weidenhäuser Sänger ihre Teilnahme planten, wollte man keinesfalls ohne Fahne erscheinen.
Der damalige Pfarrer Thielecke spendete als erster zur Anschaffung einer neuen Fahne fünf Mark. Die Sänger gaben ebenfalls eine Kleinigkeit, so dass mit weiteren anderen Spenden der Betrag von 25,- Mark zusammenkam. Nun wurde bei der Bonner Fahnenfabrik angefragt, ob sie für die Weidenhäuser Sänger eine Fahne zum Preis von 25,- Mark liefern könne. Die Bonner Fahnenfabrik nahm die Bestellung an, versicherte aber, dass sie an dieser Fahne nichts verdienen werde, wohl hoffend, dass man sich durch diesen Auftrag in Wittgenstein einführen könne.
Bei dem Drechsler Harth in Laasphe wurde die dazugehörende Fahnenstange bestellt.
Wie die Weidenhäuser Sänger dann in den Besitz ihrer so sehnlichst erwarteten Vereinsfahne kamen, lassen wir an dieser Stelle den dritten Dirigenten des Gesangvereins, Lehrer Karl Hartnack erzählen, der den Verein von 1884 bis 1887 führte. Dieser schrieb:

 

Als ich gegen Abend auf die Leimstruth kam, brachte die Post um sieben Uhr abends wohl die Paketkarte, nicht aber das Paket mit der Fahne. (Anm. d. Red.: Für Weidenhausen war damals die Post- und Bahnstation in Leimstruth.) Falls nun auch die Fahnenstange ausbleiben sollte, war bei dem Schreiner Stenger in Weidenhausen eine Notstange bestellt worden. "Wie bekomme ich meine Fahne?" fragte ich den Postagenten, meinen späteren Schwager Breuer.
"Wahrscheinlich hat der Postillion aus Versehen das Paket nicht ausgeladen, sondern mit nach Hilchenbach genommen", meinte der dicke Christian. "Dann fahre ich gleich dorthin", sagte ich, "lass den Fuchs einspannen."
Ziegelbrenners Jörg, damals noch ein junger Bursche, fast noch ein Junge, fuhr mich. Weil aber das schon alte Pferd bereits eine Tagesarbeit hinter sich hatte und nicht mehr gut zu Fuße war, spannten wir in Lützel bei dem damals neu gegründeten, bald aber wieder eingegangenen, Wirtshaus Klein aus und gingen zu Fuß nach Hilchenbach.

 

Wir waren etwa um 10 Uhr abends dort. Am Postamt war natürlich kein Beamter mehr. An der Wirtschaft Wurmbach, wo er wohnte, sagte man uns, er sei in die Stadt gegangen. Nun mussten wir ihn suchen. -- Vergebens! -- Als wir um elf Uhr nachts noch einmal bei Wurmbach vorsprachen, lag er bereits im Bett. "Hier lagert kein Paket von der Bonner Fahnenfabrik", rief er uns noch halb im Schlaf zu.
Nun standen wir beide eine Weile da, wie der Junge so sprachlos am Bahnhof stand, als der erwartete Onkel ausgeblieben war. Wie der sich über seinen ausnahmsweise einmal rein gewaschenen Hals ärgerte, so wir uns über die ganze Tour nach Hilchenbach.
Es blieb uns nichts anderes übrig, wie mitten in der Nacht nach Lützel zurückzulaufen.
Also wieder ohne Fahne, sagte ich bei mir selbst, obwohl wir uns so große Mühe gegeben haben, und sie uns fast zum Greifen nah ist.
Es mochte gegen zwei Uhr morgens gewesen sein, als wir in Lützel im stockdunklen Stall unser Pferd suchten. Es standen da noch mehrere und wir hatten keine Streichhölzer und alles im Wirtshaus schlief.
Jörg wusste ungefähr, wohin er den Fuchs gebracht hatte. Er fusselte im Dunkeln an mehreren Gäulen herum und ich dachte besorgt, jetzt fliegt er gleich in den Stall. Endlich rief er: "Ech honn en!"
Gegen vier Uhr morgens begegnete uns unterhalb Hirschhäusers die Post Laasphe - Hilchenbach. "Das Paket liegt jetzt auf der Leimstruth", rief mir der Postillion zu. Nun fiel mir ein dicker Klumpen vom Herzen. Ich wanderte bald mit dem Paket nach Weidenhausen und kam dort kurz vor fünf Uhr an.
Wohl legte ich mich zu Bett, aber an Schlafen war nicht zu denken. Etwa um sieben Uhr hörte ich unten im Schulhaus Stimmen. Der Belker und der Knebels-Mann erkundigten sich bei meiner Mutter, ob die Fahne jetzt da sei. Die beiden wollten nun nach Laasphe laufen, um womöglich auch die Stange beizubringen.
Als sie am Stünzel-Tierschauplatz waren, kam ihnen der Drechsler Harth aus Laasphe mit der Stange entgegen.

 

Bald hörte ich unten im Haus wieder Stimmen und auch Hämmern. Nun litt es mich nicht mehr im Bett. Ehe die Kirche begann, wo ich auch noch die Orgel zu spielen hatte, stand die Fahne fix und fertig da mit blinkender Lanzenspitze. Jeder von uns wuchs um einige Zentimeter und mit geblähter Brust schritten wir zur Kirche. Dass wir sehr andächtig gewesen sind, bezweifle ich. Jeder dachte an unsere schöne Fahne, an das bevorstehende Fest und an unseren stolzen Einzug in Arfeld mehr als an das, was der Pfarrer predigte.
Nach dem Mittagessen kam unser langer Leiterwagen. Wenn ich mich recht erinnere, fuhr uns der Sohn des alten Schulze-Manns aus Sassenhausen mit seinen zwei Pferden. Meine künftige Frau und eine Tochter des Unternehmers Michel, der damals die Bahnstrecke Amtshausen -- Leimstruth baute, saßen auch auf dem Wagen. Ob noch andere Weidenhäuser Weiblichkeit, weiß ich nicht mehr.

 

Als wir in Arfeld einzogen, hieß es: "Da kommen die Kittelmänner!" Wir waren nämlich der einzige Verein, dessen Sänger in hehren blauen Kitteln erschienen. Kittel, die etwa bis zum Popo reichten. Ich selbst trug keinen, weil ich keinen hatte.
Wir sangen das Lied: "Frei wie des Adlers mächtiges Gefieder", und erregten damit das Staunen aller Vereine, denn das Lied war schwer, eigentlich zu schwer für einen ländlichen Verein.
"Nee, guckt euch doch mal die Weidenhäuser Kittelmänner an", hieß es auf dem ganzen Festplatz.
Wir sollten, wie man es vielfach hörte, am besten gesungen haben. Natürlich waren wir darob so vergnügt, wie die Spatzen im reifen Haferfeld und es war gut, dass wir für den Heimweg unseren Wagen hatten. Aber jeder hielt sich anständig, selbst wenn die Beine einmal nicht ganz mitwollten."

 

Die unter so schwierigen Umständen endlich erworbene erste Vereinsfahne ist heute noch vorhanden und ist auf dem Chorfoto aus dem Jahr 1905 im Hintergrund zu sehen.

 

Im Jahre 1903 gab sich der Verein eine erste Vereinssatzung und änderte seinen Namen in "Arion" Weidenhausen um.
§ 1 dieser Vereinssatzung lautet:
"Zweck des Gesang-Vereins ist, durch die Macht des Gesanges Herz und Gemüt zu bilden, den Sinn für das Wahre, Gute und Schöne zu wecken und zu pflegen."

 

Der Verein hat seit seiner Gründung immer seinen Dienst der Öffentlichkeit und der Allgemeinheit angeboten und erbracht. Stets haben die Sänger des "Arion" Weidenhausen heimatliches Kulturgut gepflegt und erhalten. Insbesondere wurden gerade in den ersten Jahren des Bestehens alte heimatliche Bräuche neben der Chorarbeit gepflegt und erhalten.
Selbstverständlich gehörte damals und gehört heute die Verbindung und die Freundschaft zu benachbarten und auswärtigen Vereinen, die in jahrzehntelanger ständiger Verbindung gewachsen sind, zu den vorrangigen Zielen des Vereins. Dies geht aus den protokollarischen Aufzeichnungen hervor, die seit 1884 geführt wurden.
Bis zum ersten Weltkrieg nahm der Chor an verschiedenen Sängerfesten auswärtiger Vereine teil. Und neben den Chorverpflichtungen wurden jährliche Wanderungen zum Astenberg, zum Lahnhof oder zum Harfeld unternommen, die zur Freude aller Beteiligten und zur Vertiefung der Zusammengehörigkeit dienten.
Jahrzehntelang war der Gesangverein der wohl einzige und beständigste Verein in Weidenhausen. Das Leben und die Geschehnisse im Ort waren stets auf das Engste mit dem Verein verbunden.
An Sängerwettstreiten beteiligte sich der Verein in der früheren Vergangenheit mit wechselnden Erfolgen. In der Hauptsache wurden regelmäßig Freundschaftssingen benachbarter und auswärtiger Vereine besucht.

 

Es muss wohl den Sängern des "Arion" Weidenhausen schon damals recht gut bei Freundschaftssingen und Besuchen der Sängerfeste gefallen haben. Die Heimreise von diesen Festbesuchen musste schon am 3. April 1914 in einer Ergänzung der Vereinsstatuten neu festgeschrieben werden.
Im § 21 heißt es dort:
"Wer sich bei festlichen Gelegenheiten weigert, mit dem Verein nach Hause zu gehen, oder sich weigert, den Verein beim Verlassen des Festes wenigstens 100 Meter weit vom Festzelt zu begleiten, zahlt statt wie bisher 50 Pfennig, ab sofort 3 Mark in die Vereinskasse."
Im Jahre 1924 berichtet der Schriftführer, dass die Sänger zur Teilnahme an einem Sängerwettstreit Sonntag um vier Uhr in der Frühe mit drei pferdebespannten Leiterwagen die Reise von Weidenhausen nach Breidenbach unternommen haben, um pünktlich um sieben Uhr zur Preisrichterbesprechung anwesend zu sein.
Mit den Erfolgen des Wettsingens muss man wohl sehr zufrieden gewesen sein, denn so heißt es weiter im Jahresbericht: Um Mitternacht kamen die Sänger wohlbehalten und guten Mutes im Heimatort an.
Ebenfalls 1924 beteiligten sich die Sänger an einem Wettstreit in Weidenau. Die Fahrt zu diesem Wettstreit begann an einem Samstag vom Bahnhof Leimstruth aus mit der Eisenbahn. Zurück kamen die Sänger am Montag ebenfalls mit dem Zug bis Leimstruth, und weil man in Weidenau auch gut abgeschnitten hatte, wurden die heimkehrenden Sänger von den Angehörigen in Leimstruth in Empfang genommen, um dann gemeinsam nach Weidenhausen zu laufen.

 

Ja, es waren schon Zeiten, wo Bescheidenheit, Zusammengehörigkeit und Geselligkeit das Leben im Verein ausfüllten.
Ältere Mitglieder des "Arion" haben berichtet, dass jeder Sänger zum Wettstreit nach Weidenau die Verpflegung, Brot, Butter und Schinken aus eigener Erzeugung und für den Sonntag einen Kringelkuchen, eingepackt in einem Pappkarton unter dem Arm, mitnahm.

 

Der Gesangverein in Weidenhausen war in seiner Geschichte stets eng mit dem kirchlichen Leben verwachsen. 1907 wird berichtet, dass der Chor wie alljährlich an der liturgischen Weihnachtsfeier am Heiligabend und am ersten Weihnachtstag mitgewirkt habe. Dieser aus den Gründerjahren bestehende Brauch, in der Kirche bei festlichen Anlässen mitzuwirken, hat bis heute seinen festen Bestandteil im Programm unseres Vereins.
Ebenso hat der Verein es stets als Selbstverständlichkeit betrachtet, bei allen örtlichen Anlässen, wie Hochzeiten, Familien- und Dorffesten, bis hin zum Singen am Grabe, seine Aufgaben gegenüber dem Dorf Weidenhausen und seinen Bewohnern zu erfüllen.

 

Die Sänger des "Arion" Weidenhausen hatten wohl schon sehr frühzeitig die Liebe der Weidenhäuser Frauen zum Chorgesang festgestellt.
Der Chor sang erstmalig zu Weihnachten 1920 vierstimmig mit Hilfe junger Frauen und Mädchen als gemischter Chor in der Kirche. Diese Tradition, als gemischter Chor zu Heiligabend, am ersten Weihnachtstag und zur Konfirmation in der Kirche zu singen, hatte sich bis 1933 regelmäßig fortgesetzt. Nach dem zweiten Weltkrieg wurden diese gemeinsamen Liedvorträge in der Kirche bis 1949 weitergeführt.
Als der Männerchor durch vielerlei äußere Einflüsse seine Anziehungskraft durch Nachwuchsmangel zu verlieren drohte, wurde Dank der Mitwirkungswilligkeit vieler Frauen und Mädchen der "Arion" Weidenhausen ab November 1969 offiziell als Gemischter Chor geführt.
In den folgenden Jahren hat sich diese Maßnahme als die einzig richtige Entscheidung für den erfolgreichen Fortbestand unseres Vereins herausgestellt.

 

Man sollte auch im Rückblick nicht vergessen, wie in früheren Jahren oftmals die Chorleiter vergütet wurden. Bei dem geringen Beitragsaufkommen war es manchmal recht mühevoll, überhaupt eine finanzielle Entschädigung für den Chorleiter zu ermöglichen. Im Jahresbericht 1923 heißt es: "Der Chorleiter kauft sich im Laufe des Jahres ein Paar Schuhe, welche der Verein bezahlt, da die Festsetzung in barem Geld zu unsicher ist."
Diese Regelung wurde in den folgenden Jahren bis einschließlich 1926 beibehalten.
Das Geld muss dem Verein auch später recht knapp gewesen sein, denn 1933 und in den folgenden zwei Jahren wurden dem Chorleiter als Entschädigung 20 Pfund Roggen pro Sänger und Jahr entrichtet.
Überhaupt die Kassenlage: Man war in früheren Jahren recht zufrieden, wenn man trotz der Auslagen, die hauptsächlich für die Anschaffung neuer Lieder und die Bezahlung der Chorleiter nötig waren, zum Jahresende ohne Verbindlichkeiten den Jahresabschluss vornehmen konnte.

 

Aber es gab auch andere Zeiten: Im Dezember 1922 mussten für ein Weihnachtslied 1.532,- Mark bezahlt werden. 1923 änderten sich die Posten in der Vereinskasse erheblich. Endete das Jahr 1922 noch mit einem Überschuss von 247,15 Mark, so betrug das Guthaben Ende 1923 rund 205 Milliarden Mark. Im Juni 1923 schenkte ein Mitglied dem Verein 75.000,- Mark. Die Stromrechnung, die der Verein im November 1923 für den Übungsraum zu zahlen hatte, betrug 1 Billion 180 Milliarden Mark. Die höchsten Ausgaben hatte der Verein im Dezember 1923 mit 6 Billionen 875 Milliarden Mark.
Im Jahr 1924 begann der Verein von neuem mit einem Kassenbestand von zwanzig Pfennigen.

 

Nicht nur die Chorkasse, sondern der gesamte Verein "Arion" Weidenhausen hat im Laufe seiner Vergangenheit viele Höhen und Tiefen durchgemacht. Besonders die beiden Weltkriege rissen tiefe Wunden in die Reihen des Chores und die Familien des Dorfes. Die harten Kriegs- und Inflationsjahre setzten dem Verein manchmal so hart zu, dass ein Weiterexistieren kaum noch möglich erschien.
Dass es trotzdem möglich war, mit Glanz und Stolz im Jahr 1981 den 100. Geburtstag des "Arion" Weidenhausen zu feiern, lag einzig daran, dass es in Weidenhausen über 100 Jahre hinweg Männer und später auch Frauen gab, die auch in schwersten Zeiten ihrem Chor die Treue hielten und die bereit waren, zu allen Zeiten für den Gesangverein einzustehen.

 

Hermann Hofius